Von hohen Bergen bis ins Amazonas-Tiefalnd…

Hey ihr Lieben,

momentan bin ich in der Hauptstadt Ecuadors, in Quito.

Quito liegt auf ca 2800m und hat eine ganz huebsche koloniale Innenstadt. Trotz allem habe ich nicht mehr so viel Lust auf Staedte, denn letztlich gibt es abgesehen vom Sightseeing (in Suedamerika im Wesentlichen ein paar koloniale Kirchen und ein paar huebsche Strassen) nicht so wahnsinnig viel zu tun. Deshalb habe ich versucht, in letzter Zeit moeglichst viel Zeit in der Natur zu verbringen…

Von Cusco (Peru) aus habe ich den 5-taegigen Salkantay-Trek nach Machu Picchu gemacht. Der Salkantay-Trek ist laenger als der Inka-Trail und hat ausserdem den Vorteil, dass man dafuer keine spezielle Genehmigung braucht. Fuer den Inka-Trail muss man sich schon Monate im Voraus um eine Lizenz bemuehen (als ich geschaut habe, war alles bis September schon ausgebucht…). Ausserdem kostet der Salkantay-Trek nur die Haelfte – also war meine Wahl schnell getroffen 🙂 Was mir an dem Trek sehr gut gefallen hat, ist dass man dabei durch unterschiedlichste Landschaften wandert: Vom kalten Bergpass auf 4800m bis hin zum Nebelwald war alles dabei. Der Weg an sich war nicht besonders schwer, aber sehr lang: Insgesamt haben wir ueber 80km zurueckgelegt!!

Machu Picchu war auch ganz schoen, allerdings hat es fast den ganzen Tag leicht geregnet (das war ich aber vom Trek schon gewoehnt – es ist eben gerade Regenzeit hier) und es war relativ neblig.

Nach einem Schokoladen-Herstellungs-Kurs (wir haben unsere eigene Schokolade gemacht – und natuerlich verkostet  🙂 ) bin ich weitergefahren nach Arequipa, einer weiteren Stadt mit kolonialer Innenstadt. Dort habe ich lustigerweise zwei Englaender wiedergetroffen, die ich schon am Titicaca-See kennengelernt hatte. Sie hatten mir prophezeit, dass wir uns wiedersehen wuerden, und dann haben wir uns wirklich wieder getroffen!! Zusammen mit ihnen und noch ein paar anderen netten Leuten ging es dann zu einer 2-taegigen Wanderung in den Colca Canyon, den zweit-tiefsten Canyon der Welt (der tiefste ist auch in Peru, ist aber schwerer zu erreichen). Es war landschaftlich sehr schoen und wir haben auch ein paar Kondore gesehen (die groessten Voegel Suedamerikas). Nach dem Trek konnten wir uns in heissen Quellen entspannen.

Nach Arequipa bin ich mit den beiden Englaendern und noch einer weiteren Englaenderin nach Huacachina gefahren. Huacachina ist eine Oase in der Wueste und die Haupt-Aktivitaet dort ist das Sand-Boarding. Die Idee beim Sand-Boarding ist, aehnlich wie beim Snowboarden die Duenen hinunter zu fahren. Allerdings ist das nicht so einfach und so fahren (schlittern/rutschen?) die meisten (einschliesslich mir) baeuchlings auf dem Brett liegend die Duenen hinunter. Dabei kann man ganz schoen schnell werden, was ein bisschen beaengstigend ist, da man mit dem Kopf voran herunter rast. Trotzdem ist es lustig. Um mitten in die Wueste zu gden Duenen zu gelangen, sind wir mit einem Dune-Buggy gefahren, eine Art offenes Auto, mit dem wir mit hoher Geschwindigkeit die Duenen hoch und runter gefahren sind – das fuehlt sich ein bisschen an wie Achterbahn fahren :).

Eigentlich war der Plan, an meinem Geburtstag von Huacachina aus eine Pisco- und Weintour zu machen. Wie es dann aber so kommt, bin ich am Tag vor meinem Geburtstag krank geworden (vielleicht war es auch ein Sonnenstich) und jedenfalls ging es mir die Tage darauf dann nicht so gut und so habe ich meinen Geburtstag im Wesentlichen schlafend und herum liegend verbracht. Naja, kann man eben nicht planen 🙂

Mein naechster Stopp war Lima, wo ich aber nur einen Tag verbracht habe, und von dort bin ich nach Quito geflogen. Von Quito aus habe ich eine Tour in den Amazonas-Regenwald gebucht, wo ich die letzten Tage verbracht habe. Das war wirklich toll. Geschlafen haben wir in einer Dschungel-Lodge, von wo aus wir taeglich Ausfluege gemacht haben. Dabei haben wir viele Tiere, wie z.B. 4 verschiedene Sorten Affen, Faultiere, Schlangen, Fluss-Delfine, Kaimane und Voegel gesehen haben. Einmal sind wir auch zu einem Amazonas-Dorf gefahren, wo wir die Moeglichkeit hatten, etwas ueber ihre Kultur zu erfahren, indem wir mit einer der Frauen traditionelles Yuka-Brot gebacken haben. Ausserdem konnten wir mit dem Schaman sprechen, der uns einiges zur traditionellen Heilung und zur bewusstseins-veraendernden Droge Ayahuasca, die die Schamane benutzen, erklaert hat.

Jetzt bleibt mir etwa noch ein Monat in Ecuador, bevor ich wieder nach Hause fliege 🙂

Um Fotos hochzuladen ist das Wifi leider immer noch nicht gut genug, aber dafuer koennt ihr euch auf viele Fotos freuen, wenn ich wieder nach Hause komme 🙂

Viele Gruesse

Nicola

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